Kontrolle verloren ... mehrmals

27.02.2018

Da ich mir das Rad meiner Mutter geliehen hatte musste ich es ihr nun zurück bringen. Problem an diesem Rad: Bremsen sind vorhanden, aber funktionieren nicht ansatzweise. Eigentlich ist mir das auch bewusst gewesen, aber man will ja nicht immer neben einer Schnecke her fahren, also fuhr ich los. Erste Hürde, die Straße. Eine gut befahrene Straße direkt vor meinem Haus. Ich entschied mich das Rad zu nehmen und zu laufen, bis ich nicht mehr an dieser Straße war. Nach dieser Hürde folgte die nächste, eine Brücke nach der es ziemlich steil abwärts ging. Genervt stieg ich auf den Drahtesel und fuhr los. Als ich noch auf der Brücke war begann ich schon die Bremsen komplett durch zu drücken, doch es half nichts. Mein Dickkopf wurde direkt mit Karma bestraft, denn ich raste diesen Berg runter, schneller als die deutsche Bahn. Zusätzliches Problem: Direkt nach dieser Abfahrt musste ich steil links in die Kurve und dann direkt wieder rechts. Jetzt war Konzentration angesagt, mein Glück war, dass es hier nicht viele Menschen gab. Ich raste also schreiend den Berg runter, dann steile Kurve links und steile Kurve rechts und direkt im Anschluss stoppte mich ein Busch. Ok, ab jetzt würde ich langsam fahren. Ich musste jetzt durch eine Allee fahren mit ganz vielen Einfamilienhäusern am Rand. Sie war nicht wirklich stark befahren, ich entschied mich aber dennoch, langsam auf dem Fußgänger weg zu fahren. Ich fuhr also wirklich langsam diese Allee entlang. Nach ein paar Minuten erschrak ich, ein Auto fuhr aus einer Ausfahrt raus. SO EIN MIST. Ich bewegte ruckartig meine Füße zum Boden um zu bremsen, der Autofahrer gab natürlich seinen Senf dazu, denn Blutflecken auf einem weißen Mercedes hätten sich nicht so gut gemacht. Nach diesem Vorfall traute ich weder mir, noch dem Rad. Ich lief also weiter, bis mein Handy klingelte. "Kind, wo bist du?" fragte mich meine Mutter. Klar, normalerweise brauchte ich keine Stunde mit dem Rad zu ihr. "Ich dachte heute wäre kein schöner Tag zum sterben, deswegen laufe ich jetzt." Sie lachte. Sie wusste genau, dass ihr Rad der Teufel war... und sie fand es lustig...